Auch die Sankt Augustiner Sportler wollen helfen!


Liebe Sportlerinnen und Sportler in Sankt Augustin,
die furchtbare Naturkatastrophe in weiten Teilen Südostasiens hat uns alle zutiefst erschüttert.

Wie Sie alle wissen, ist die Not in den betroffenen Regionen unermeßlich groß. Hilfe von außen wird dringend benötigt, um das Ausmaß einer befürchteten zweiten Katastrophe zu verhindern.

Was zurzeit am meisten benötigt wird, ist Geld für die Hilfsorganisationen.
Der Stadtsportverband Sankt Augustin ruft die Vereine und deren Mitglieder zu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe auf.
Unser Wunschziel ist es, pro Mitglied 1 EURO zu sammeln. Dies wären bei 46 Vereinen in Sankt Augustin mit ca. 13.900 Mitgliedern 13.900 EURO. Um das erstrebenswerte Ziel zu erreichen, müssen wir alle mithelfen.
So könnten z.B. die Vorstandsmitglieder der Vereine in die Übungsgruppen gehen, die Übungsleiter/innen und die Betreuer/innen die Sportlerinnen, Sportler und die Eltern der Jugendlichen um Spenden bitten.

Bis Ende Januar sollten dann die gesammelten Spenden auf das Konto des Stadtsportverband Sankt Augustin e.V.  bei der:

 

Kreissparkasse Köln: (das Konto und die Bankleitzahl teilen wir auf Anfrage mit)
Verwendungszweck „Fluthilfe, Sportler helfen“ eingezahlt werden.

Nach Erhalt der Spenden können wir Ihnen auf Wunsch Spendenbescheinigungen erstellen.

Wir werden dafür sorgen, dass dieser Betrag an eine der Hilfsorganisationen im Namen aller Sankt Augustiner Vereine und Sportler überwiesen wird und eine Presseveröffentlichung hierzu erfolgt.

Der Vorstand des SSV wird bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball am 08.-09.01.05 bei Aktiven und Zuschauern eine Spendensammlung durchführen.

In der Hoffnung auf eine große Resonanz verbleiben wir, verbunden mit den besten Wünschen für das Neue Jahr

für den Vorstand des Stadtsportverbandes Sankt Augustin e.V.

Karl Lennartz              John Cordes                        Willi Over

Vorsitzender               Stellv. Vorsitzender              Schatzmeister 

Bei Rückfragen bitte H.-John Cordes 02241-331354 kontaktieren.

03.01.2005


Willy hilft: Von der Planche nach Phuket


Bei den Olympischen Spielen 2000 gewann der Säbelfechter Wiradech Kothny Bronze. Heute kämpft er als Katastrophenhelfer in Thailand für die Existenz von 1600 Menschen

Wann er das letzte Mal an Fechten gedacht habe? Eine lustige Frage, findet Wiradech Kothny, der Olympiadritte im Säbelfechten von 2000. Seine Reaktion klingt ein wenig wie ein Lachen, während er durch die Trümmer von Bahn Bang Sak geht, ein Dorf mitten in der thailändischen Katastrophenregion Phuket. Nur irgendwie leer, kraftlos, von der Katastrophe betäubt. "Eigentlich seit Weihnachten nicht mehr", sagt der 25jährige zur Fechtfrage. "Alles was Normalität war, hat hier keinen Platz, noch nicht einmal der Gedanke daran." 
  
Normalität wäre wohl, Kothny als Deutschlands erfolgreichsten Säbelfechter vorzustellen, der zum Entsetzen des Deutschen Fechter-Bundes 2002 in sein Geburtsland Thailand zurückkehrte, für das er seitdem startet. Als einen Bangkoker Studenten, der nebenbei eine Fechtakademie aufbaut und nach dem frühen Aus in Athen jede Sekunde für die Olympischen Spiele 2008 lebt. Doch Normalität ist nicht mehr. "Ich habe nur ein Ziel", sagt Kothny, "die Häuser müssen so schnell wie möglich wieder aufgebaut werden."

Als die Flut kommt, retten sich die meisten der 1600 Dorfbewohner von Bahn Bang Sak - 67 sterben - auf die Berge, doch 87 der 100 Häuser reißt der Tsunami mit. Ein paar Stunden später sieht Kothny, in der Fechtszene nur "Willy" gerufen, die ersten Bilder im Fernsehen. "Wie sollte ich in Bangkok bleiben, wenn ich dort wirklich helfen kann?" fragt der Fechter. Sofort schreibt der Sportler, der fließend deutsch und thailändisch spricht, eine E-Mail an die deutsche Botschaft, bietet sich als Dolmetscher für deutsche Touristen an. "Es kam keine Antwort, da bin ich mit meinem Bruder Somkhit zwei Tage nach der Flut auf eigene Faust zu einem Freund in die Region geflogen." 

Während der ersten beiden Tage trägt er die Namen von verletzten Urlaubern der beiden Krankenhäuser im Norden und Süden des verwüsteten Touristenorts Khao Lak zusammen, gibt sie an das deutsche Konsulat weiter, informiert deutsche Touristen, koordiniert Experten für Trinkwasser oder Hilfskräfte: "Einmal mußte ich einer deutschen Urlauberin sagen, daß wir die Leiche ihres Mannes gefunden haben." Der Sportler beschließt, als er das verwüstete Bahn Bang Sak entdeckt, mehr als Katastrophenmeldungen zu übersetzen. Häuser kann er nicht bauen, aber organisieren. Geld muß her. In Koblenz gründet sein Adoptivvater Erik schon am 29. Dezember den gemeinnützigen Verein "Willy hilft" und baut die Homepage www.kothny.de zur Informationsplattform aus. "Morgens habe ich ihm gesagt, du kannst drei Häuser aufbauen", sagt der ehemalige Bundeswehroffizier, "abends war schon Geld für 30 Häuser da." Bis gestern stieg das Spendenaufkommen gar auf 92 000 Euro. 

Zeitgleich findet der Sohn in Bahn Bang Sak einen Architekten, der zweckmäßige Häuser für 1500 Euro konzipiert - sofort beginnt er mit dem Wiederaufbau. Sein Modell könnte dabei Schule machen: 150 Baht (rund drei Euro) bekommen die Bewohner täglich, damit sie die eigenen Häuser wieder aufbauen. "So sind die Spenden keine Almosen und sie haben das Gefühl, daß ihre Arbeit wertvoll ist", sagt Kothny. Die existenzlosen Arbeiter sind begeistert, das Militär dagegen nicht. Als der Kommandant vor Ort in Angst um seine Autorität die Hilfe aufkündigen will, bedient sich der Fechter, auf der Planche wegen seiner explosiven Angriffssprünge bekannt, seiner Kontakte. "Der Präsident des Fechtweltverbandes Chaisit Sinawatra ist gleichzeitig der oberste Befehlshaber des thailändischen Militärs. Ein Anruf genügte." 30 Männer arbeiten nun im Schichtbetrieb, verzweifelt sucht Kothny weitere Fachkräfte. Material für 30 Häuser ist organisiert, in sechs Wochen sollen sie stehen. 
  
Mindestens bis dahin will Kothny vor Ort bleiben; nur ab und an für ein paar Tage geht es zurück zur Ehefrau nach Bangkok. Falls er die 18-Stunden-Tage durchsteht, die Bilder der Toten verdrängen kann. "Wenn man soviel Leid sieht, kommen Gefühle hoch, das kannst du nicht verhindern", so der nervenstarke Fechter, "aber die Menschen brauchen hier jemanden, der koordiniert. Ich muß jetzt stark sein." Seine Familie in Deutschland hat nach dem Rat einer Psychologin eine Art Telefonseelsorge eingerichtet: Nach einem festen Plan melden sich Angehörige täglich. "Ich bin psychisch stabil, die täglichen Fortschritte geben mir Energie", sagt Kothny. Seine Worte klingen kraftvoll, die Stimme müde. Erst vier Wochen vor der Katastrophe war er zuletzt in der Region um Phuket. Das ZDF drehte einen Krimi, er fungierte als Dolmetscher. "Ein lockerer Job", sei das gewesen, in traumhafter Umgebung. Eine unwirkliche Erinnerung: "Es kommt mir vor, als sei das ewig her".

08.01.2005
Bericht aus der Berliner Morgenpost, Foto dpa


Spendenaufruf des Stadtsportverbandes überaus erfolgreich!


Am ersten Tag überwies die LLG Sankt Augustin 106 Euro für seine 106 Mitglieder.

Der 1. Pool-Billard-Club Sankt Augustin meldet nach zwei Tagen 188 Euro in seiner Sammelbüchse.

Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Hangelar sammelte bei ihrem Neujahrschießen 248 Euro.

Viel wurde es auch bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball am Wochenende. Angefüttert durch ansehnliche Spenden des Bürgermeisters Schumacher, seiner Stellvertreterin Roitzheim und der beiden Vorsitzenden des Stadtsportverbands wurde mit einer gläsernen Sammelbüchse herumgegangen. 794 Euro kamen zusammen. Ein Geburtstagskind gab, statt einen „auszugeben“, 50 Euro.

Stellvertretender Vorsitzender John Cordes: „Damit sind wir nach vier Tagen schon 10% unserem Ziel näher gekommen.“

Vorsitzender Karl Lennartz weiß auch schon, wie wir unsere Spenden gezielt einsetzen können: „Wir wollen die Aktion von Wiradech „Willi“ Kothny unterstützen.“ Er ist Sportler und gewann 2000 in Sydney für Deutschland zwei Bronzemedaillen. Kothny wurde in Thailand geboren und in Deutschland adoptiert.

Sofort nach der Flutkatastrophe flog er nach Sydney, um in Bahn Bang Sak am Wiederaufbau eines Fischerdorfes zu helfen. Mit bisherigen Spenden kann er bereits das Material für 30 Häuser kaufen.

Wenn der Stadtsportbund sein Ziel erreicht, werden die Sportler unserer Stadt zehn weitere Häuser finanzieren können.

Weitere Spenden hierfür werden erbeten an den:
Stadtsportverband Sankt Augustin e.V.
Kreissparkasse Köln:  
BLZ: 386 500 00  Konto: 250 107 60 
Verwendungszweck: „Fluthilfe, Sportler helfen“

Natürlich werden wir „Willi“ Kothny später nach Sankt Augustin einladen, damit er über seine Hilfsaktion berichten kann.

Mehr über “Willi” Kothny erfahren Sie unter www.kothny.de

10.01.05


Fluthilfe-Südostasien “Sankt Augustiner Sportler helfen”, jetzt über 2.500.-€


die Marke von 2.500.- Euro haben wir gemeinsam, Dank der bisher eingegangenen Spenden überschritten. Herzlichen Dank an die Vereine praeventura, TV Menden, Tischtennisgemeinschaft im Logistikamt der Bundeswehr, Budo-Club-Sankt Augustin, Sportgemeinschaft Tennis 1 GSG Bonn, ASV Sankt Augustin (Teilbetrag) und an die, die mit ihrer Bereitschaft den Flutopfern zu helfen und damit den Aufbau von Häusern in Bahn Bang Sak (Thailand) ermöglichen.

Folgende Nachrichten über anstehende Spendensammlungen wurden gemeldet: 
- TuS Niederpleis beim Wandern, Handballspielen usw. durch. 
- ASV bei zwei Fußballjugendturnieren in der Halle 
- VfR Hangelar beim Karnevalsball im Bürgerhaus-Hangelar 
- FC Sankt Augustin am 22.-23.01 beim 25ten Frauenfußballturnier im AEG-Niederpleis 
- der SSV beim Fraktionskarneval der SPD im Haus Menden am 24.01. 19:00 Uhr

21.01.05


FCA Frauen Ü30 spenden ihre Siegesprämie von 75 Euro für die Aktion “ Sportler helfen


Die Fußballerinnen Ü30 des FC Sankt Augustin gewinnen das eigene Turnier in Niederpleis und zeigen Herz. Sie spenden spontan für die Notleidenden der Flut in Bahn Bang Sak -Thailand- ihren Gewinn. 

Sie und viele weitere Sportler- und Sportlerinnen des Turnierwochende in Niederpleis spendeten insgesamt 341,72€ in die Sammeldose, mit der  Karl Lennartz und der FCA in den Sporthallen die Zuschauer und Aktiven auch persönlich zum Spenden aufforderte.

Die Schützenbruderschaft St. Maria Königin 1985 Sankt Augustin e.V. teilte ebenfalls erfreuliches mit.
Der Brudermeister Günter Holland schrieb an den SSV:
ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sich auch die Schützenbruderschaft St. Maria Königin 1985 Sankt Augustin-Ort e.V. an dem Spendenaufruf vom 03.01.2005 beteiligen wird. Zwar habe ich Euer Wunschziel, pro Mitglied 1 Euro zu sammeln, nicht ganz erreicht. Doch um so mehr darf ich auf meine Bruderschaft stolz sein, denn anläßlich unserer hausinternen Karnevalsfeier am 22.01.2005 habe ich insgesamt 119,22 € einsammeln können.

Der SSV Vorstand sagt herzlichen Dank an die Schützenbruderschaft für die Spende. Wir, der Vorstand im SSV sind Stolz auf die vielen Mitglieder unserer Sankt Augustiner Vereine, die mit dem Herzen und Mitgefühl dabei sind um in Not geratene Menschen zu helfen.


Die “Grizzlys” aus Sankt Augustin sind mit dabei,


wenn darum geht zu helfen. FC Grizzlys Sankt Augustin, eine Fußball-Freizeit-Sportgemeinschaft gehört mit 12 Mitgliedern zu den kleineren Sportvereinen in Sankt Augustin. Die Grizzlys sind ein Freundeskreis von Fußballspielern, die schon seit Jahren gemeinsam mit dem Ball in ihrer Freizeit Sport treiben.

Die Spiel- u. Sportgemeinschaft Sankt Augustin (SSG) spendete 200€ für die Fluthilfeopfer. Von Ihnen kommt der Vorschlag, eine Benefizveranstaltung mit allen Vereinen als beteiligte durchzuführen. Eine gute Idee meinen wir. Der SSV wird die Vereinsvertreter, am 03.03.05 im Rathaus, in der Mitgliederversammlung  hierzu befragen.

Karl Lennartz forderte die Mitglieder des Kultur-, Sport- u. Freizeitausschuss Sankt Augustin auf, für die Aktion “Willy hilft” zu spenden. In der Sammlung nach der Sitzung kamen dabei 45€ zusammen.   

Danke an die Grizzlys, die SSG und die Mitglieder des Kultur-, Sport- u. Freizeitausschuß für ihre Spenden


Bericht aus Bahn Bang Sak: Mit Krach ins neue Haus


28.01.05 den folgenden Bericht haben wir von "Willi hilft" übernommen:

Mit einem chinesischen Knall-Feuerwerk wurde das erste fertige Haus an seinen neuen Besitzer, Mr. Ampon mit Familie, übergeben. Das Haus wird auf den Namen "Morgan" getauft, jenen Seefahrer, den die Meereszigeuner als ihren Vorfahren nsehen. "Thailändische und deutsche Pressevertreter" gaben sich ein Stelldichein, schaffte es doch der Säbelfechter wieder einmal, der Schnellste zu sein. Keine drei Wochen ist es her, dass der Student das Projekt Bahn Bang Sak übernahm und exakt einen Monat nach dem todbringenden Tsunami den Menschen neue Lebenshoffnung gab. Mr. Ampon wird in den nächsten Tagen auch eine einfache Inneneinrichtung bekommen, und vielleicht ein neues Boot, mit dem er den Lebensunterhalt für seine kleine Familie verdienen kann. Erst einmal aber will Willi das Dorf für die kommenden Aufgaben zusammenhalten, denn für den Aufbau aller Häuser braucht er jeden Arbeiter.

Fluthilfe-1.Haus-fertig-1           Fluthilfe-1.Haus-fertig


Das 1. Haus ist fertig in Bahn Bang Sak !!!


Dank der Mithilfe ihrer Spenden für den Wiederaufbau in Bahn Bang Sak konnte jetzt das 1. Haus fertig gestellt werden. Ein beruhigendes Gefühl feststellen zu können, dass die Spenden dort ankommen, wo es gilt "Not zu lindern".

Folgende Informationen erreichten uns von den Vereinen:
-  VfL Sankt Augustin: der 1.Vorsitzende Herr Brunswig teilte mit, dass auf der Hauptversammlung am     02.03.05 für die Aktion "Sankt Augustiner Sportler helfen" um Spenden gebeten wird.

-  Internationaler Golfclub Bonn mit seinen 539 Mitgliedern wird eine Sammlung anlässlich der  Saisoneröffnung 2005 durchführen, die aber leider nicht unserer Aktion zugeführt wird, teilte der 1. Vorsitzende Klaus Kraft dem SSV mit.

-  Die LLG St. Augustin hat eine weitere Aktion, wie uns per Mail von Birgit Lennatz-Lohrengel mitgeteilt  wurde, vor. Auch die Aquajoggingkurse wollen für die Aktion Fluthilfe Ostasien spenden. Die Sammelaktion ist im Rahmen der Stunden um die Karnevalstage (2. und 4. Februar) geplant. Statt eines Kursentgeltes wird eine Sparbüchse gefüttert. Ich werde den gesammelten Betrag dann sofort überweisen.

28.01.05


Die Spendenbereitschaft der Sportler geht weiter


- Die Schützenbruderschaft “St. Georg” Buisdorf e.V. schickte eine Spende von 50€ für die Fluthilfe. Die Buisdorfer Schützen treffen sich wöchentlich zum im Schützenhaus, um ihre Treffsicherheit zu testen. Wer Lust hat mitzumachen melde sich bei den Schützen (Telefon unter Sportangebote).

- eine 85 jährige Witwe hörte von unserer Aktion und spendete spontan 20€ von ihrer Rente um zu helfen. Auf Rückfrage des SSV sagte Sie:  Ich weiß aus eigener Erfahrung was es bedeutet alles zu verlieren. Daher kann ich mit den Familien, die soviel Leid und Not ertragen müssen, mitfühlen. Wenn ich könnte würde ich noch mehr helfen. 

03.02.05

- 100€ wurden von Birgit Lennartz an „Weiberfastnacht“, in der letzten Vorlesung von Karl Lennartz, von den Studenten/-innen der Sporthochschule Köln im Zylinderhut eingesammelt. Ein herzlicher Dank an die Jecken Studenten/-innen und die Lennartz`s.

09.02.05

- 200€ wurden von dem „Turnverein Hangelar“ gespendet. Der TV Hangelar ist mit 1292 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein in Sankt Augustin. Er  ist sehr aktiv aufgestellt und bietet ein breit gefächertes Sportangebot für alle Altersklassen an. Herzlichen Dank an den TV Hangelar. 

11.02.05

- LLG St. Augustin: Birgit Lennartz-Lohrengel und Udo Lohrengel haben 132,50€ gespendet. Birgit hat in der Karnevalswoche, bei den von Ihr veranstalten Aquajogging-Kursen im Hallenbad Menden, die Kursteilnehmer zum Spenden aufgerufen und ihre Übungsleitergebühren ebenfalls komplett gespendet. 
Die LLG hat für ihre Mitglieder bereits 106€ und weitere 100€ hat Birgit Lennartz-Lohrengel in der Sporthochschule Köln bei der letzten Vorlesung von Karl Lennartz gesammelt. Insgesamt kamen dadurch 338,50€ zusammen. 
Ich finde, es ist ein vorbildlicher und dankenswerter Einsatz der LLG und von Birgit Lennartz-Lohrengel, um unschuldig in Not geratenen Menschen zu helfen.

22.02.05

- 1.Pool- u. Billard Club hat zusätzlich zu den bereits am 05.01.05 gemeldeten 187,50€, weitere 35,67€ im Billard-Cafe in Hangelar gesammelt. Herzlichen Dank an den 1. PBC Vorstand mit seinen 36 Mitgliedern.   

27.02.05

Werte Sankt Augustiner, Sportlerinnen und Sportler,

wir wollen Sie heute über den neuesten Stand in unserer Aktion "Sankt Augustiner Sportler helfen" informieren. Wir stehen kurz davor die 5.000€ Marke zu knacken.

- TuS Niederpleis; die Geschäftsführerin Frau Beck teilte uns heute mit, dass die Mitglieder im TuS die stolze Summe von 850€ in verschiedenen Aktionen gesammelt haben. Das ist eine tolle und nachahmenswerte Gemeinschaftsleistung der Niederpleiser. Herzlichen Dank an Euch.

08.03.05

Die 5.000€ Marke wurde von den Sankt Augustiner Sportler/-innen übertroffen. Neuer Stand in der Spendenaktion “Willi hilft” 5.194,93€ stehen zu Buche.

- ASV Sankt Augustin; die Fußballjugendabteilung hat bei zwei Turnierveranstaltungen in Niederpleis 245,55€ für “Willi hilft” gesammelt. Herzlichen Dank an die Jugendabteilung des ASV.

- Ingrid u. Karl Lennartz überwiesen weitere 326€ und knackten mit ihrer Spende die 5.000€ Marke. Herzlichen Dank an Familie Lennartz.

14.03.05

- TuS Meindorf; anläßlich einer Vereinsveranstaltung wurden 81,70€ für die Hilfsaktion eingesammelt. Herzlichen Dank an dien Turnverein Meindorf.

15.03.05

- VfL Sankt Augustin; der Vorsitzende Herr Brunswig überbrachte 140€ für die Opfer der Fluthilfe. Vielen Dank an den VfL Sankt Augustin.

Die Sankt Augustiner Sportvereine die bisher mit ihren Spenden mithelfen Not zu lindern, den gehört auch unsere Hochachtung hierfür.

Die Vereine, die bisher noch keine Mitteilung oder Spende zu der Sammelaktion angekündigt haben, melden sich bitte beim SSV da wir die Aktion im März 2005 abschließen möchten.

Stadtsportverband - Start des Spendenaufruf am 03.01.05 

Sankt Augustiner-Sportler helfen !!!  "Fluthilfe - Südostasien - Willi hilft"

Herzlichen Dank an die Sportler und die Bürger in Sankt Augustin und Umgebung, die mit ihrer Spende helfen Not zu lindern.

Eingang

Spende von

Betrag in €

03.01.05

LLG St Augustin

106,00

05.01.05

1. Pool- u. Billard-Club

187,50

09.01.05

Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaften (SSV - FCA)

794,83

10.01.05

St. Sebastianus Schützen Hangelar

248,00

11.01.05

Spenden von Bürgern

42,92

12.01.05

VfR Hangelar

378,00

18.01.05

praeventura

30,00

18.01.05

TV Menden

100,00

18.01.05

Tischtennisgemeinschaft Logistikamt BW

50,00

19.01.05

Budo-Club-Sankt Augustin

30,00

20.01.05

Sportgemeinschaft Tennis 1. GSG Bonn

50,00

21.01.05

ASV Sankt Augustin (Teilbetrag)

500,00

23.01.05

FC Sankt Augustin - Frauenfußball Turnier

341,72

24.01.05

Schützen St. Maria Königin 1985 Sankt Augustin

119,22

25.01.05

SSG Sankt Augustin

200,00

25.01.05

Kultur-, Sport- u. Freizeitausschuss Sankt Augustin

45,00

26.01.05

FC Grizzlys Sankt Augustin

12,00

27.01.05

Schützenbruderschaft “Sankt Georg” Buisdorf

50,00

30.01.05

Privatspende einer 85 jährigen Rentnerin

20,00

03.02.05

Sporthochschule Köln, Vorlesung Karl Lennartz

100,00

09.02.05

TV Hangelar

200,00

11.02.05

LLG St. Augustin, Aquajogging Birgit Lennartz-Lohrengel

132,50

22.02.05

1. Pool- u. Billard-Club

35,67

27.02.05

TuS Niederpleis

850,00

02.03.05

ASV Sankt Augustin Fußball-Jugendabteilung

245,55

03.03.05

Ingrid u. Karl Lennartz

326,00

14.03.05

TuS Meindorf

81,70

15.03.05

VfL Sankt Augustin

140,00

 

Spenden-Gesamt

5.416,63


Wir richten einen Wunsch an Sie

bitte teilen Sie uns Ihre eingesammelten Beträge bei noch nicht abgeschlossenen Sammlungen mit. Teilen Sie uns, Ihre noch geplanten Aktionen mit. Denn jede gute Idee ist auch ein Anstoß zum "Mithelfen, Not zu lindern".  Mehr über Wiradech Kothny, den Empfänger unserer Spendenaktion “Willi hilft” und dessen Arbeit vor Ort  erfahren Sie unter www.kothny.de


Den folgenden Bericht haben wir von "Willi hilft" übernommen:

07.02.05 Bericht aus Bahn Bang Sak:

Ich selber bin jetzt im ersten fertigen Haus und schreibe diesen Text.

Unsere Leute gehen heute zu den Wahlen. Alle haben gesagt, dass sie die gelieferten T-Shirts (mit der Aufschrift: ”Morgans für Willi, Willi für Morgans” Anm.d.Red.) bei den Wahlen tragen würden.

Gestern habe ich noch lange mit den Morgan an unserem Tisch gesessen und gesprochen. Sie sagten, dass Morgan People noch nie in der Presse vertreten war und dass sie jetzt stolz sind, durch ihre Aktivitäten einen Teil dazu beitragen können, dass sogar das Fernsehen aus Deutschland kommt. Selber sind die Wahlen für sie nur ein Status Symbol. Sie sind Thais und dürfen mitwählen.

Kleine Anekdote von einigen Bauarbeitern gestern bei unserem Lagerfeuer:
Der Wahlführer sagt ihnen, wie der Ablauf der Wahl funktioniert und erwähnt dabei: „Ihr wisst doch: Den Zement hat Ministerpräsident Thaksin bezahlt.”
Zu der Situation vor dem Arbeitsbeginn, als wir noch die kleinen Häuser 4x8m bauen wollten. Es gab eine kleine Diskussion, denn ich habe vor Baubeginn noch gefragt, ob sie Änderungsvorschläge hätten.

Sie konnten damals nicht glauben, dass ihre Meinung wirklich gefragt war: „Wir waren uns nicht sicher am Anfang, ob die Frage ernst gemeint war. Da haben wir uns gesagt, besser die Scheiße fest in der Hand als einen Furz in der Luft.”
„Uns hat noch nie jemand nach unserer Meinung gefragt.”
„Wir werden immer benachteiligt.”
„Es wurde entschieden, dass Schulpflicht ist, jetzt wissen wir nicht woher das Geld kommen soll.”
„Unsere Kinder sind unsere Zukunft, wir arbeiten hart und finden das Geld schon irgendwie.”
„Wir werden immer als dumm abgestempelt, da wir uns wenig bis gar keine gute Schulausbildung leisten können.”
„Touristen behandeln uns fairer als unsere Landsleute.”
„Nur Thais feilschen um den Preis der frisch gefangenen Fische. Touristen erkennen es an, dass die Fische durch harte Arbeit gefangen werden und kaufen sie zum fairen Preis.”
„Wenn wir euch nicht hätten, dann hätten wir keine Zukunft.”
„Danke, dass ihr zu uns steht!”

Fluthilfe_Haus nr. 30 -1


Skeptisch, aber glücklich darüber, dass ihr Haus jetzt angefangen wird, beäugen die Besitzer des dreißigsten Hauses die Bauarbeiten.

 

 

 

Fluthilfe_arbeiten am bau -1

Viele zupackende Hände graben die Fundamente der Häuser in Handarbeit aus.

 

 

 

 


Report von Willi Kothny


Hallo Erik,
lange habe ich meinen Job als Informationsgeber vernachlässigt. Leider hatte ich meinen Fotoapparat die Tage auch nicht bei mir, sodass ich keine Bilder machen konnte. Dabei ist eine ganze Menge passiert.

NEIN, das war ein Witz. Wie gesagt, hier geht einiges ganz schön krass ab. Wo soll ich anfangen? Fangen wir bei deinem Brief an die Malteser an. Der ist ok. (Weil sich an der Baustelle der Malteser ausser der Fahne nichts bewegt, hatte ich dem Head Office in Köln vorgeschlagen, die Baustelle an Willi abzugeben). Ich habe nur trotzdem ein ungutes Gefühl dabei, denn es könnte ja dann so aussehen, als hätte ich dem Projektleiter keine guten Tipps gegeben. Dabei habe ich ihm alle Preisvergleiche abgenommen. Ich gehe aber eher davon aus, dass ihr Man vor Ort eher ein Träumer ist, der dann irgendwann gemerkt hat, dass man auf einer 1 Euro Vertragsbasis eben doch nicht glücklich werden kann. Ich weiß selber noch nicht, wie es auf der Malteser-Baustelle weiter geht. Egal, das ist nicht mein Problem. Auf unserer Baustelle ist alles in Ordnung. Ich selber bin auch OK und du brauchst dir echt nicht solche Gedanken machen.

Zum Report: 17. Feb. 2005:

Am Tage vor der Abfahrt unserer ersten ”Helden der Arbeit”, Horst und Jörg, habe ich mit der Landesregierung in Taguapa erreicht, dass sie mir ein Baufahrzeug für zwei Tage geliehen haben. Der Bagger kompensiert ein wenig das Fehlen der beiden.

Danach wollte Jörg eine Party schmeißen, da sie ja Tags darauf ihren Heimweg antreten mussten. Jörg hat gemeint, dass er die harte Arbeit schon noch gegen Ende ganz schön gemerkt hat. Er war kaputt, aber bei der Party war er dann wieder fit, um zusammen mit Horst das Hausschild mit ihren und dem Namen des Hausbesitzers neben der Haustür des ersten Hauses anzubringen:
Am Tag nach der Party am 18. habe ich noch mal eine Ansprache gehalten und Jörg und Horst auch offiziell gedankt. Bei diesem Meeting erfuhr ich, dass die Leute, die ein Haus bekommen, entschieden haben, auf 20 Baht ihres Lohnes zu verzichten: Statt 170 Baht wollen sie nur 150 Baht. Mit den 20 Baht wollen sie die ”Gast”-Arbeiter aus Deutschland bezahlen, da diese bis jetzt nichts bekommen hatten.

Dies war also eine Entscheidung der Morgans selbst und hat keine Folgen für unseren Haushalt. Ich habe das Thema der ausländischen Helfer selbst ansprechen wollen, als sich einer der Arbeiter mit dem Vorschlag gemeldet hat, ihre eigenen Gehälter zugunsten ihrer Freunde zu verringern. Die Dankbarkeit der Morgans ist unbeschreiblich: Die Frauen z.B., die das tägliche Essen kochen, weigerten sich von Anfang an, für ihre Arbeit Geld zu nehmen. Es sei für sie eine Ehre für die Bautrupps zu kochen.

Für mich ist dies ein unbeschreiblicher Solidaritätsbeweis, da er die freundschaftliche Verbundenheit zeigt. Dies erhöhte zudem so unglaublich die Arbeitsmoral aller Leute, dass unser Ziel, die Baustelle bis 26. März fertig zu haben, sogar in realistische Nähe rückt.

Fluthilfe_arbeiten am bau -2


Ich glaube zwar noch nicht ganz daran, eine Punktlandung zu machen; so sehr ich mir das auch wünsche. Wir werden vermutlich ein paar Tage Verzögerung haben. Dies ist aber egal. Die Stimmung auf der Baustelle ist so genial, dass sogar eine Reporterin von ”channel 7” hier aus Thailand nach fast täglich nach ihrer Arbeitsschicht vorbei schaut und mit anpackt. Sie war auch mit uns in Kuraburi und da werde ich noch mal einen Bericht nacharbeiten müssen ...

Willi

PS.: Papa, bitte korrigiere den Brief auf Fehler und mach alle notwendigen Änderungen rein, denn ich bin so müde, dass ich einfach nur auf die Tasten haue und nicht groß über die ”Treffer” nachdenke. (ist passiert)

Bitte korrigiere und ”stele mich nicht als vollidiot der nation hin” (ist aus Authentizitäts-Gründen nicht korrigiert)

22.02.2005


Zwei Jahre nach dem Tsunami in Thailand, das ”Willi hilft”-Projekt ist fertiggestellt !


Willi hilft-Dorf-2006Das von den Sankt Augustinern unterstützte Projekt in Ban Bangsak wurde jetzt von Willi Kothny an    die Bewohner übergeben.

Ein 
Bericht von Willi Kothny
Ban Bangsak: Am 7. Januar 2007 wurde in Ban Bangsak das letzte Projekt von ”Willi hilft” an die Bewohner übergeben, eine Begegnungsstätte. Der folgende Beitrag will erläutern, was es damit auf sich hat.
Nur Katzen sieht man keine: Entweder haben sie die Hunde verjagt, oder sie verstecken sich vor ihnen. Ansonsten bietet das thailändische Ban Bangsak an der Andamansee alles, was zum Klischee eines Fischerdorfes gehört:

Schweine grunzen um die 30 Häuser, die hat der Koblenzer Olympia-Medaillengwinner Willi Kothny nach dem Tsunami von deutschen Spendengeldern hier gebaut hat. Für die Einheimischen sind es Prachtbauten, denn vor der Flut hatten sie in einfachen Palm- und Bambushütten gelebt. Nicht geändert aber hat sich der Tagesablauf:

Immer noch verlassen die Fischer ihr Dorf, ehe die ersten Hähne krähen.

Wenn die Sonne durch die Palmwedel blinzelt, und die Kinder zur Schule gehen, haben ihre Väter bereits ihre ersten Reusen aus dem Meer gezogen, um wieder einmal festzustellen, dass die Ausbeute von Jahr zu Jahr schlechter wird.

Willi hilft-Boot-2006Wenn sie dann Abends mit einem Eimer voll Fischen nach Hause kommen, wird es gerade für das Abendessen reichen und einen Plastikeimer voll Sprit um am nächsten Tag wieder mit dem Longtailboot hinauszufahren, um sein Glück erneut zu versuchen.

Und wenn mal von einem grossen Fang ein paar Baht in die Kasse kommen, wird es weggelegt, wenn mal der Boots-Motor ein Ersatzteil braucht.

Andere haben es aufgegeben, die engen Reviere in der Andamansee zu befahren, und jobben lieber als Tagelöhner auf einer der angrenzenden Gummiplantagen, da sind drei Euro am Tag sicher. Das reicht für einen Topf Reis, Gemüse und Gewürze.

Willi hilft-Koechin-2006Als Zutat hat die Hausfrau vom nahen Strand ein paar Handvoll Miesmuscheln geholt und sie mühevoll für das Abendessen aufgeklopft:

Kein Wunder, dass die Menschen an der Andamasee kein Fett ansetzen können. Und auch der Besitzer einer kleinen Rinderherde, die in der Nacht Zuflucht in einem Kral in der Ortsmitte sucht, ist von Fettpolstern weit entfernt.

Das karge Leben aber wird jetzt besser werden: Von Deutschen und Schweizer Spendengeldern hat Willi Kothny nicht nur den Seezigeunern von Ban Bangsak ein neues Zuhause gegeben, sondern er will ihnen auch eine bessere Zukunftsperspektive bieten:

Ein kleines Resort mit 14 Zimmern soll einfühlsame Touristen ins Dorf bringen. Menschen, die sich für das Leben der Morgans - wie sich die Sea-Gypsies selbst nennen - interessieren.

Willi hilft-Fischerboot-2006Für umgerechnet fünf Euro können Interessierte Fischer auf ihrer Tagestour begleiten und beim Einholen von Netzen und Reusen behilflich sein. Am Abend landet der Fang als Belohnung für einen schweren Arbeitstag auf dem Grill.

”Morgan Holiday” heisst das Resort mitten im Fischerdorf von Ban Bangsak und bietet so etwas, wie ”Ferien auf dem Bauernhof” - halt nur unter Palmen und zum erschwinglichen Preis von zehn Euro pro Tag und Doppelzimmer.

Zwischen Dorf und Gästebungalows, das ”Haus Willi”, eine Begegnungsstätte, in der sich Einheimische und Touristen näher kommen können. Samt einer Nachhilfeschule, in der die Älteren das 1x1 und das Alphabet lernen, denn die wenigsten Morgans können lesen und schreiben. Das soll sich ändern, denn die Begabten dieser ethnischen Minderheit sollen eine Chance in der Gesellschaft bekommen.

Aber das Ganze ist nicht als Einbahnstrasse gedacht, denn auch die Morgans haben etwas zu vermitteln, nämlich: wie lebe ich im Einklang mit der Natur. Wissen, dass die zivilisierte Welt erst wieder lernen muss.

Und wer die Natur aufmerksam beobachtet, wird sehen, dass die Katzen von Bangsak erst durchs Dorf schleichen, wenn sich die Hunde zum Schlafen eingerollt haben. Es gibt sie also doch, aber hier nehmen die Tiere den Platz im Leben ein, der ihnen von Natur aus zugedacht ist. Für Kuscheltiere ist in dem kleinen Fischerdorf an der Andamanseee kein Platz.

Willi Hilft 2006-1

10.01.07